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Das Lied der Christen
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Das Lied der Christen, das jeden Sonntag zu einem Ostergedächtnis macht, das Inbegriff aller Loblieder auf Gottes große Machttaten und besonders die Auferweckung Jesu von den Toten ist, ist das „Halleluja“. Wir singen es gern in den unterschiedlichsten Melodien – vom Osterhalleluja bis zum Taize – „Halleluja“. Es heißt übersetzt: „Lobet den Herrn!“ Und das Halleluja ist das Wort, das am besten die Kirchenmusik kennzeichnet: Das Lob Gottes zu verkünden und laut werden zu lassen; in einer Welt der Todesmaschinerien, der Gewaltverherrlichung und der Konsumorientierung laut das Zeugnis der Auferstehung, der Hoffnung auf Gottes endzeitliche Herrschaft zu geben.
Der hl. Augustinus hat in einer Osterpredigt eine Meditation über das Halleluja gehalten, die durchaus auch für unsere Zeit wesentliche Impulse enthält.
„So lasst uns also den Herrn loben mit dem Leben und mit der Zunge, mit Herz und Mund, in Wort und Tat. Denn wir müssen Gott das Halleluja so singen, dass es nicht im Widerspruch zu dem steht, der das Lob singt. Darum soll zuerst in uns selbst die Zunge mit dem Leben und der Mund mit dem Gewissen übereinstimmen.“
Klipp und klar gesagt: Es darf keine Trennung zwischen Glauben und Leben, zwischen Gottesdienst und Alltag geben. Ich habe mich in jeder Lebenssituation als Christ zu bewähren, darf mein Christsein nicht verheimlichen, nicht ablegen – weder in meinem Kegelclub, weder in meiner Firma, in meinem Beruf noch in Freizeit, Urlaub oder im politischen Leben. – Im Gegenteil: das Bewusstsein, dass Gott für mein Leben der Bestimmende ist und der, der mich hält, soll mich ganz umhüllen, dass ich aus diesem Glauben und dieser Zuversicht heraus innere Ruhe und Gelassenheit gewinne.
„Die Stimme harmoniere mit den Sitten“, sagt Augustinus, „damit nicht etwa das rechte Wort als Zeuge aufstehe gegen das böse Tun“. Dabei ist es Augustinus durchaus klar, dass Christen nicht perfekt sind, dass wir gefährdet, schwach und Sünder sind. Aber, meint er, „Hier werde das Halleluja von uns und den anderen, die wir noch in Gefahr und Versuchung sind, gesungen. Denn Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass Ihr über Eure Kraft hinaus versucht werdet… Er wird Euch in der Versuchung einen Ausweg schaffen, so dass Ihr bestehen könnt“.
Gottesdienst, Gotteslob, das Bemühen im Glauben zu wachsen, das Evangelium konsequenter zu leben – auch wenn das immer wieder misslingt – letztlich das Halleluja singen mitten in einer bedrohlichen Welt ist Bekenntnis unserer Hoffnung, dass Gott mit uns und der Welt sein Ziel erreichen wird: Leben für alle, Glück und umfassende Liebe.
In diesem „Halleluja“-Singen hat die Orgel, die „Königin der Instrumente“ ihren dienenden Ort. Sie begleitet den Gesang der Gemeinde, sie unterstützt das Singen der Chöre, sie kann auch konzertant das Halleluja in den Hörern zum Klingen bringen.
Wir freuen uns, in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder eine Orgel für unsere Gemeinde zu bekommen. Sie hilft uns mit, das „Halleluja“ in ganz unterschiedlichen Weisen erklingen zu lassen, IHM zur Ehre!
Hans-Jürgen Vogel
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Disposition der Stockmann-Orgel / Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden
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